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Shared oder dedicated – das ist hier die Frage

Ähnlich wie bei Shakespeares Monolog in Hamlet stellt sich oft auch bei der Auswahl des richtigen Webhosting-Paketes eine schicksalhafte Frage: Ist ein Shared Webhosting zusammen mit anderen Kunden auf dem gleichen Server ausreichend, oder ist es sinnvoll, einen eigenen Server beim Provider zu mieten?

Beide Arten von Webhosting werden heute von einer endlosen Zahl von Anbietern am Markt beworben. Bei der Auswahl spielt der geplante Webauftritt natürlich eine große Rolle. Daraus leiten sich die Anforderungen ab, die das Hosting-Paket zu erfüllen hat. Beide Serverrollen haben dabei ihre Vor- und Nachteile.

Beim Shared Hosting teilen Sie sich den Server, und damit alle seine Ressourcen wie Festplattenspeicher, Hauptspeicher, CPU-Zeit, Netzwerkbandbreite, mit anderen Kunden auf dem gleichen System. Neben Problemen bei der Performance kann das auch Auswirkungen auf die generelle Funktionsfähigkeit Ihres Servers haben. Wenn beispielsweise einer ihrer „Mitbewohner“ den Server als Spamschleuder missbraucht und die gemeinsam genutzte IP-Adresse in einer Blacklist landet, wird auch Ihre von der selben Adresse verschickte Mail im Spamfilter des Empfängers landen.

Daneben ist die Wahrscheinlichkeit, einen Server-Crash auf einem Shared Server zu erleiden, erheblich größer, als wenn Sie allein  über den Server verfügen, da in Summe viel mehr Programme gleichzeitig den Server belasten und zum Absturz bringen können.

Der große Vorteil beim Shared Webhosting ist der günstigere Preis. Bereits für wenige Euro im Monat sind Pakete mit hohem Leistungsumfang, Datenbanken und Skriptsprachen inbegriffen, bei bekannten Providern zu bestellen.

Als Inhaber eines Ihnen allein zugeteilten Servers sind die monatlichen Kosten im Regelfall erheblich höher. Dafür können Sie sich auch darauf verlassen, dass alle Ressourcen ausschließlich Ihnen zur Verfügung stehen. Sie können eine eigene Firewall installieren, um ihren Webauftritt besser gegen Eingriffe von außen zu schützen. Sie können eigene Programme und Bibliotheken auf den Server bringen und die zur Verfügung gestellten Ressourcen, insbesondere die Festplattenkapazität ist in der Regel erheblich größer als bei Shared Webhosting.

Da Ihnen alle Serverressourcen alleine zur Verfügung stehen, ist die Antwortzeit Ihrer Webapplikation erheblich schneller, als wenn Sie sich die Serverleitung mit den Applikationen aller anderen Kunden teilen müssten. Dies steigert natürlich wiederum die Attraktivität Ihrer Webapplikation bei den Anwendern.

Allerdings müssen Sie sich auch um die Wartung und Pflege, das Konfigurieren des Servers, das Einspielen von Updates, selbst kümmern. Besonders Webserver mit Online-Shops werden häufig ein Ziel von Hackern, so dass Sicherheitspatches immer kurzfristig implementiert werden müssen. Auch regelmäßige Backups gehören zur Verwaltung eines eigenen Servers.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass Shared Webhosting bei einer geringen Anzahl von Besuchern mit wenig Ansprüchen an Sicherheit und Performance die wirtschaftlichste Lösung ist. Für Webstores mit einer größeren Anzahl an Geschäftsabschlüssen und höheren Sicherheitsstandards oder Suchportale mit einer großen Anzahl an Daten überwiegen die Vorteile eines Dedicated Server den höheren finanziellen und administrativen Aufwand.

Freeware vs. Shareware – wo ist der Unterschied?

Wer im Internet nach einer Software-Lösung für ein Problem sucht bekommt eine Vielzahl von Programmen zur Auswahl, die zum kostenlosen Download angeboten werden. Hierbei gibt es allerdings verschiedene Lizenz-Typen, die mit eventuellen Einschränkungen verbunden sind. Worauf hierbei zu achten ist wird im folgenden Ratgeber kurz beschrieben und erläutert.

Freeware – Uneingeschränkt nutzbare kostenlose Programme

Auf der einen Seite gibt es sogenannte Freeware, die ohne Einschränkungen kostenlos nutzbar ist. Trotzdem gibt es auch bei dieser Art von Software verschiedene Lizenzen, die es einem unter Umständen verbieten kann die Software an sich zu verändern. Um genau zu erfahren, welche Rechte dem Anwender eingeräumt wurden sollte der Endbenutzer Lizenzvertrag genau gelesen werden, um das Urheberrecht des Autors nicht zu verletzen.

Freeware ist weit verbreitet und oft schon von Anfang an auf einem PC installiert und dank des Internet erfreut sich kostenlose Software immer größerer Beliebtheit, weil es nahezu zu jedem Programm ein Freeware-Pendant gibt. Unter dem Oberbegriff Freeware lassen sich also alle Programme zusammenfassen, deren Lizenzen dem Benutzer die kostenfreie Nutzung ohne Einschränkungen auf zeitlicher und funktionaler Ebene einräumen. Ein Problem mit Freeware kann eventuell sein, dass es keinen oder wenig Support vom Programmierer selbst gibt, falls ein Programm nicht korrekt funktioniert, weil es keine Support-Hotline o.ä. wie bei kommerziellen Produkten gibt. Außerdem kann Freeware unter Umständen Werbebanner enthalten, die der Finanzierung des Projekts dienen sollen – auch das ist bei zu kaufender Software nicht der Fall.

Shareware – Programme zum kostenlosen Ausprobieren

Auch Shareware ist auf den ersten Blick kostenlos, weil für den Download und die Installation nichts bezahlt werden muss. Oft ist diese Software am Anfang ähnlich wie Freeware ohne Einschränkungen nutzbar, was allerdings meistens zeitlich auf eine bestimmte Anzahl von Tagen (oder eine bestimmte Anzahl von Programmstarts) begrenzt ist. Eine andere Variante der Shareware stellt von Anfang an nur einen begrenzten Funktionsumfang zur Verfügung. Beides stellt früher oder später eine Einschränkung des Benutzers dar und soll den Anwender dazu anregen eine Lizenz für die ausprobierte Software zu erwerben. Darin liegt auch der Hauptunterschied – Shareware ist Software zum Ausprobieren mit einem kommerziellen Hintergedanken, es geht also darum neue Kunden zu gewinnen, indem Einblicke in die Software gewährt werden.

Da Shareware kommerziell vertriebene Software ist, ist es untersagt das Programm zu verändern und in abgeänderter Form zum Download anzubieten.

Freeware und Shareware – Gemeinsamkeiten

Bei allen Unterschieden, die zwischen Freeware und Shareware bestehen gibt es auch einige Gemeinsamkeiten. Hinter beiden Formen der Softwareverbreitung stehen Entwickler, die ihr Programm einem größeren Publikum zur Verfügung stellen wollen und deswegen erlauben die Software kostenlos zum Download anzubieten. Außerdem ist es erlaubt die Programme zu kopieren und zum Beispiel direkt an Freunde weiterzugeben. Bei Shareware kann es hierbei jedoch Ausnahmen geben, sodass die Erlaubnis des Autors erforderlich sein kann, wenn man ein Shareware-Programm zum Download anbieten möchte. Dadurch, dass sowohl Shareware als auch Freeware oft von erfahrenen Programmieren geschrieben werden ist die Qualität der Software durchaus vergleichbar.

Im Endeffekt lässt sich festhalten, dass beide Distributionsmethoden ihre Vor- und Nachteile haben und dass man kostenfreie Software auf keinen Fall unterschätzen sollte.